Dampfzigarette
Die Dampfzigarette – oft auch E-Zigarette oder Vape genannt – ist ein elektrisches Gerät, das eine nikotinhaltige oder nikotinfreie Flüssigkeit (Liquid) verdampft. Diese Seite betrachtet die Technik dahinter: Wie sie funktioniert, welche Bauformen es gibt, welche Liquids es gibt und welcher rechtliche Rahmen in Deutschland gilt. Werbefrei, ohne Verkaufslinks, ohne Affiliate.
Was eine Dampfzigarette ist
Eine Dampfzigarette ist ein batteriebetriebenes Gerät, das aus drei Grundkomponenten besteht: einem Akku, einem Verdampfer (mit Heizdraht — der sogenannten Coil) und einem Tank oder Reservoir für das Liquid. Bei Beträtigung erhitzt der Akku den Heizdraht, dieser verdampft das Liquid und das entstehende Aerosol wird inhaliert. Es findet kein Verbrennungsvorgang statt — das ist der zentrale technische Unterschied zur Tabakzigarette.
Der Begriff Dampfzigarette ist in der Alltagssprache üblich, in der Fachliteratur und Gesetzgebung spricht man von elektronischer Zigarette (E-Zigarette) oder Verdampfer. Der englische Begriff Vape hat sich in der Szene durchgesetzt.
Was diese Seite leistet
- Eine technisch sachliche Darstellung der Funktionsweise — Akku, Coil, Liquid, Aerosol.
- Überblick über die wichtigsten Bauformen vom Einsteiger-Pod bis zum Box-Mod.
- Die rechtliche Lage in Deutschland: TPD2, Tabakerzeugnisgesetz, Werbeverbot.
- Eine nüchterne Einordnung der gesundheitlichen Datenlage — ohne Empfehlung in die eine oder andere Richtung.
Wer hier richtig ist
Die Seite richtet sich an Personen, die wissen wollen, wie diese Geräte technisch funktionieren — etwa weil sie sich technisch interessieren, eine Reparatur erwägen, die Begriffe in Produktbeschreibungen einordnen wollen oder die Regulierung verstehen möchten. Es geht nicht um Kaufberatung, nicht um Empfehlungen, nicht um die Frage, ob man dampfen sollte. Es geht ausschließlich um Technik und Sachstand.
Themen im Überblick
- FunktionsweiseAkku, Coil, Verdampfung, Aerosol — kein Verbrennen, sondern Phasenübergang.
- BauformenCigalike, Vape Pen, Pod, Box-Mod, Squonker, Einweg.
- LiquidsPG/VG-Verhältnis, Nikotinstärke, Aromen, Nikotinsalze.
- Coils und WiderstandSub-Ohm, MTL, DL, Coil-Materialien.
- TPD2 und TabakerzG10 ml Behaeltergroesse, 20 mg/ml Nikotin, Werbeverbot.
- GesundheitPHE-Gutachten, EVALI, Langzeitdatenlage.
- Wartung und PflegeCoil-Wechsel, Tank-Reinigung, Akku-Sicherheit.
- GlossarCoil, Sub-Ohm, MTL, DL, PG, VG, RDA, RTA und mehr.
Häufige Fragen
- Was ist der Unterschied zwischen Dampfzigarette und Tabakzigarette?
Die Dampfzigarette verdampft eine Flüssigkeit elektrisch — es findet keine Verbrennung statt, also entstehen kein Teer und kein Kohlenmonoxid in der für Tabakrauch typischen Menge. Dafür enthält das Aerosol andere Bestandteile wie Propylenglykol, Glycerin und ggf. Nikotin. Die beiden Produkte sind technisch und chemisch nicht vergleichbar.
- Wie viel Nikotin darf eine Dampfzigarette in Deutschland enthalten?
Nach der TPD2 (umgesetzt im deutschen Tabakerzeugnisgesetz, TabakerzG) sind maximal 20 mg/ml Nikotin in Liquids erlaubt. Liquid-Behälter mit Nikotin dürfen maximal 10 ml fassen, Tanks maximal 2 ml.
- Was bedeutet Sub-Ohm?
Sub-Ohm bezeichnet Coils mit einem Widerstand unter 1 Ohm. Sie nehmen bei gleicher Spannung mehr Leistung auf und produzieren mehr Dampf bei direkter Lungeninhalation (DL). Über 1 Ohm wird typischerweise für Mouth-to-Lung (MTL) verwendet, das die Inhalation einer Tabakzigarette nachempfindet.