Bauformen
Dampfzigaretten gibt es in vielen technischen Ausprägungen — von der schlanken Stab-Bauform bis zum kantigen Box-Mod mit Wechselakku. Die wichtigsten Kategorien.
Cigalike
Die früheste Bauform: zigarettengroß, oft zweiteilig, mit fest verbautem kleinen Akku (etwa 150 mAh) und einer austauschbaren Cartridge mit vorgefülltem Liquid. Heute weitgehend von Pod-Systemen abgelöst. Vorteil: optisch der Tabakzigarette ähnlich. Nachteil: geringe Akkulaufzeit, geringe Dampfmenge, ständiger Cartridge-Kauf.
Vape Pen
Stiftförmiges Gerät mit größerem Akku (650 bis 1500 mAh), aufschraubbarem Tank und auswechselbarem Verdampferkopf. War lange der Standard für Einsteiger. Wird auch heute noch in Apotheken und Tabakwarengeschäften verkauft. Vorteil: handlich, robust. Nachteil: meist nicht regelbare Leistung.
Pod-System
Aktuell die verbreitetste Bauform. Klein, leicht, oft zugbetrieben (kein Feuertaster). Die Pod ist eine Steckkartusche, die Tank und Coil in einer Einheit kombiniert.
- Closed Pod: vorgefüllt, nicht nachfüllbar. Wird nach Verbrauch entsorgt.
- Open Pod: selbst zu befüllen, der Coil ist meist auswechselbar.
Pod-Systeme arbeiten typischerweise mit 10 bis 25 W, oft mit Nikotinsalz-Liquids und MTL-Inhalation.
Box-Mod
Ein kastenförmiges Gerät (daher der Name) mit zwei oder mehr wechselbaren Akkus, großem Display, regelbarer Leistung (oft 5 bis 200 W) und auswechselbarem Tank. Typische Nutzergruppe: erfahrene Anwender, die DL-Inhalation oder das sogenannte Cloud Chasing betreiben.
Box-Mods erlauben:
- Variable Wattage (VW): die abgegebene Leistung wird konstant gehalten, der Chipsatz passt die Spannung an den Coil-Widerstand an.
- Variable Voltage (VV): direkte Einstellung der Spannung.
- Temperature Control (TC): die Coil-Temperatur wird begrenzt — erfordert Coils mit definiertem Temperaturkoeffizient (Nickel, Titanium, Edelstahl).
- Bypass-Modus: Simulation eines Mech-Mods — volle Akku-Spannung direkt auf den Coil.
Squonker
Ein Mod mit einer eingebauten weichen Liquid-Flasche, die durch eine Öffnung im Mod-Gestell zusammengedrückt wird. Das Liquid wird durch ein 510er-Anschluss (Pin) direkt in einen Drip-RDA gepumpt — ein Atomizer, der sonst von Hand befüllt werden müsste. Vorteil: kein Tank, kein Auslaufen, immer frisches Liquid auf der Coil. Verbreitung: kleine, technisch versierte Gruppe.
Disposable (Einweg)
Komplett fertig konfektioniertes Einmal-Gerät. Akku, Coil und Liquid sind fest verbaut, nichts kann nachgefüllt oder gewechselt werden. Nach 500 bis 5000 Zügen ist das Gerät verbraucht und wird entsorgt — mit dem fest verbauten Lithium-Akku, was ein erhebliches Abfall- und Sicherheitsproblem darstellt. Disposables sind seit 2021 in Deutschland weit verbreitet. Frankreich hat sie ab 2025 verboten; eine EU-weite Regelung wird diskutiert.
Vergleich auf einen Blick
| Bauform | Akku | Leistung | Liquid-Reservoir | Inhalation |
|---|---|---|---|---|
| Cigalike | fest, ~150 mAh | nicht regelbar | Cartridge | MTL |
| Vape Pen | fest, 650-1500 mAh | fest oder per Tastendruck | Tank 2 ml | MTL/DL |
| Pod | fest, 350-1500 mAh | oft fest | Pod 2 ml | MTL meist |
| Box-Mod | wechselbar, 1-3 Zellen | 5-200+ W regelbar | Tank 2 ml | DL meist |
| Squonker | wechselbar, 1-2 Zellen | regelbar | Squonk-Flasche 6-8 ml | DL |
| Disposable | fest, einmalig | fest | 2 ml (DE) | MTL/DL |
Atomizer-Bauformen
Innerhalb der Tank/Pod-Welt unterscheidet man außerdem nach Selbstwickel-Atomizern:
- RDA (Rebuildable Dripping Atomizer): kein Tank, das Liquid wird tropfenweise direkt auf die Coil gegeben.
- RTA (Rebuildable Tank Atomizer): mit Tank-Reservoir und Selbstwickel-Deck.
- RDTA: Mischform aus RDA und RTA.
Selbstwickeln (Rebuildable) bedeutet, dass der Anwender Heizdraht und Watte selbst einarbeitet — das verlangt Erfahrung mit Widerstandsmessung und Akku-Sicherheit.